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Klare Regeln dank Wohnungs­eigentumsgesetz

Viele Menschen, viele Interessen – da ist Einigkeit manchmal schwer zu erzielen. Sind Sie einer von mehreren Wohnungseigentümern in einer Immobilie, kann Ihnen das die Laune verderben – und zwar nachhaltig. Um Zwist zu vermeiden, gibt das Wohnungseigentumsgesetz einen klaren Rahmen vor. Es regelt, wem was gehört. Und es bestimmt, wie das gemeinsame Eigentum zu verwalten ist.

Wohnungseigentumsgesetz seit 1951

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das WEG-Gesetz dringend benötigt. Wohnraum fehlte, die rechtlichen Grundlagen für den Bau und den Kauf von Wohnungen waren jedoch nicht ausreichend, um die Wohnraumsituation nachhaltig zu verbessern. Das änderte das WEG Wohnungseigentumsgesetz vom März 1951. Wenngleich sich in den zurückliegenden Jahrzehnten die Bestimmungen im WEG-Gesetz in den Grundzügen bewährt haben, kann es als „Rahmengesetz“ viele objektbezogene Details nicht ausreichend regeln. Immer wieder werden Streitfragen vor den höchsten deutschen Gerichten geklärt. 

Eigentümer verwalten gemäß Wohnungseigentumsgesetz gemeinsam

Ihre Eigentumswohnung in einem Gebäude gehört selbstverständlich Ihnen, im Wohnungseigentumsrecht spricht man dabei von „Sondereigentum“.  Innerhalb Ihrer eigenen vier Wände können Sie frei entscheiden, solange es nicht das Gemeinschaftseigentum oder die Eigentümerinteressen anderer Miteigentümer tangiert. Als Sondereigentümer sind Sie Miteigentümer der Gebäudeteile, die nicht ausschließlich einer Partei gehören. Das betrifft beispielsweise die Fassade und damit auch die Fenster. Laut WEG Wohnungseigentumsgesetz ist deren Erneuerung also etwas, über das regelmäßig alle Eigentümer zu befinden haben; schließlich verwalten die Eigentümer das Gemeinschaftseigentum gemeinschaftlich. Letzteres ist die zentrale Spielregel, die das WEG-Gesetz vorgibt. Dabei gilt grundsätzlich das Demokratieprinzip, die Mehrheit entscheidet. 

Die Eigentümergemeinschaft muss keinen Verwalter bestellen, diese Aufgabe kann auch ein Eigentümer der Gemeinschaft übernehmen. Immerhin gibt es die Möglichkeit der Unterstützung: Drei weitere Eigentümer können nach Wohnungseigentumsgesetz einen Verwaltungsbeirat bilden, der den Verwalter kraft Gesetzes in der Durchführung seiner Aufgaben unterstützen soll. 

Hausordnung regelt nicht alles

Zu den Aufgaben des Verwalters gehört es, die gemeinschaftliche Willensbildung durchzusetzen – zum Beispiel beim Thema Hausordnung. Nach Wohnungseigentumsgesetz können Sie und Ihre Miteigentümer per Beschluss über die Hausordnung Ruhezeiten ebenso festlegen wie die Regeln zur Haustierhaltung. Wer dabei das Treppenhaus reinigt oder die Gartenpflege übernimmt, kann zumeist in der mehrheitlich zu beschließenden Hausordnung nicht geregelt werden, da tätige Mithilfe in einer Wohnungseigentümergemeinschaft die Einwilligung aller verpflichteten Eigentümer voraussetzt. 

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