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Die WEG-Eigentümerversammlung: Das Wichtigste in Kürze

Sie gehört vielleicht nicht zu den beliebtesten Terminen eines Wohnungseigentümers, ist aber gesetzlich vorgeschrieben: Mindestens einmal im Jahr muss der Verwalter eines gemeinsamen Wohneigentums zur Eigentümerversammlung laden – so will es das Wohnungseigentumsgesetz (WEG). Die Versammlung dient dazu, wichtige, das Eigentum betreffende Entscheidungen zu fällen. Das kann die Hausordnung betreffen, aber auch Maßnahmen zur Instandhaltung beziehungsweise Instandsetzung oder zu allgemeinen baulichen Veränderungen. 

Zudem stimmen die Eigentümer auf der WEG-Eigentümerversammlung den jährlichen Wirtschaftsplan ab, der alle im Folgejahr voraussichtlich anfallenden Kosten auflistet. Dieser Plan ist Grundlage für die monatliche Summe, die jeder Eigentümer zahlt, um die weitere Bewirtschaftung der Immobilie sicherzustellen. Und last but not least wird auf der WEG-Eigentümerversammlung die Jahresabrechnung mit sämtlichen Einnahmen und Ausgaben präsentiert.

Eigentümerversammlung: Einladung und Frist

Alle Eigentümer müssen mindestens zwei Wochen vor der Versammlung vom Verwalter eine Einladung erhalten haben. Die Einladung, die auch per Fax oder E-Mail zulässig ist, muss sämtliche Tagesordnungspunkte enthalten, über die zu entscheiden sind – so können sich alle Eigentümer auf die Versammlung vorbereiten. 

Wenn sich die Immobilie im Besitz von Eheleuten oder Erbengemeinschaften befindet, ist jede einzelne Person namentlich einzuladen.

Stimmrecht auf der Eigentümerversammlung

Bei einer Abstimmung auf einer Wohnungseigentümerversammlung gilt das sogenannte Kopfprinzip: Jeder Eigentümer hat genau eine Stimme – auch, wenn ihm mehrere Wohnungen in einer Immobilie gehören. Mehrere Eigentümer einer Wohnung haben ebenfalls nur eine Stimme. In Abstimmungen ist eine einfache Stimmenmehrheit erforderlich. Für das Ergebnis zählen nur Ja- und Nein-Stimmen, Enthaltungen finden keine Berücksichtigung.

Die häufigste Ausnahme ist das Wertprinzip, bei dem die Miteigentumsanteile das Stimmrecht bestimmen. Bei einer Regelung des Stimmrechts nach diesem Prinzip erhält jeder Besitzer mit mehreren Wohnungen auch eine entsprechende Zahl an Stimmen. Besitzt ein Eigentümer insgesamt mehr als die Hälfte der Miteigentumsanteile der WEG, verfügt er also (beim Wertprinzip) über die Stimmenmehrheit.

Vollmacht für die Eigentümerversammlung

Für den Fall, dass ein Wohnungsbesitzer die WEG-Eigentümerversammlung nicht besuchen kann, sollte er per schriftlicher Vollmacht einen Vertreter bestimmen – so dies nicht durch die Gemeinschaftsordnung eingeschränkt wird. Der Vertreter muss die Vollmacht zu jedem Zeitpunkt vorlegen können, ein Nachreichen ist nicht gestattet. 

Eigentümerversammlung: Beschlussfähigkeit

Die WEG-Eigentümerversammlung ist beschlussfähig, wenn die anwesenden Eigentümer mehr als die Hälfte der Eigentumsanteile vertreten. Für die Berechnung ist die Größe der im Grundbuch eingetragenen Anteile ausschlaggebend. 

Eine Versammlung kann im Laufe der Veranstaltung auch beschlussunfähig werden – wenn einige Eigentümer vorzeitig gehen und anschließend die Hürde Eigentumsanteile nicht mehr erreicht wird. Die Beschlussfähigkeit muss also für jede einzelne Beschlussfassung gegeben sein.

Das Protokoll der Eigentümerversammlung

Der Verwalter erstellt ein Protokoll der Eigentümerversammlungen. Neben den Angaben zu Ort und Zeit muss es die Teilnehmer sowie alle behandelten Punkte, Beschlüsse und Abstimmungsergebnisse beinhalten. Hat sich der Verwalter nicht vertraglich dazu verpflichtet, muss er das Protokoll auch nicht an die Eigentümer versenden; diese haben jedoch ein Recht auf Einsicht. Binnen eines Monats können Eigentümer die Beschlüsse anfechten – danach sind alle Entscheidungen gültig, selbst wenn sie nicht den Vorgaben entsprechen. Ausnahme: Beschlüsse verstoßen gegen das Gesetz.

myimmo-office unterstützt Verwalter bei der Planung und Durchführung der WEG-Eigentümerversammlung mit Einladungs-, Beschluss- und Protokollvorlagen. 

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