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Die Auswirkung baulicher Veränderungen am Gemeinschaftseigentum

Sie möchten eine Satellitenschüssel installieren oder die Terrasse Ihrer Dachgeschoßwohnung ausbauen? Dann sollten Sie die Bestimmungen der Gemeinschaftsordnung prüfen und sich vorher unbedingt mit den anderen Mitgliedern der Wohnungseigentümergemeinschaft abstimmen. Ansonsten kann es als Auswirkung der baulichen Veränderung am Gemeinschaftseigentum zu Streit und sogar zu gerichtlichen Auseinandersetzungen mit den anderen Eigentümern kommen.

Bleibende Maßnahmen am Bauwerk

Wohnungseigentumsrechtlich kann von einer „Baulichen Veränderung“ im Gemeinschaftseigentums ausgegangen werden, wenn die Veränderung über eine reine Instandsetzung oder eine Instandhaltung am Gemeinschaftseigentum hinausgeht. 

Juristische Stolpersteine

Für Wohnungseigentümer ist wichtig zu wissen: Eine bauliche Veränderung am Gemeinschaftseigentum bedarf in der Regel einer förmlichen Beschlussfassung der Eigentümerversammlung. Führen einzelne Eigentümer zustimmungsbedürftige – und damit wesentliche – baulichen Veränderungen ohne Beschluss aus, kann das zu Konflikten mit den anderen Eigentümern führen. Der Streit um Veränderungen, wie eine nachträgliche Balkonverglasung oder Überdachung der Terrasse, endet dann oft vor Gericht. Selbst die Installation von Außensteckdosen oder Außenwasseranschlüssen kann wegen des notwendigen Fassadeneingriffs juristisch geahndet werden, wenn sie nicht von der Wohnungseigentümergemeinschaft abgesegnet wurde.

Rückbau als Auswirkung baulicher Veränderungen am Gemeinschaftseigentum

In letzter Konsequenz kann die Auswirkung einer baulichen Veränderung am Gemeinschaftseigentum die Verpflichtung zum Rückbau sein. Dulden die anderen Eigentümer eine zustimmungsbedürftige bauliche Veränderung nicht, können sie den Rückbau fordern. Die Kosten dafür trägt allein der Eigentümer, der die Veränderungen veranlasst hat.

Während ein Mehrheitsbeschluss regelmäßig aufgrund der sehr unterschiedlichen Betroffenheit meist nicht zustande kommt, lässt sich ein Rückbau durch einzelne Eigentümer gegebenenfalls auf folgende Arten durchsetzen: 

  • Baustopp per einstweiliger Verfügung mit anschließendem Hauptverfahren

  • Unterlassungsanspruch

  • Beseitigungsanspruch 

  • Feststellungsantrag. Mit ihm kann der Bauherr bereits in der Planungsphase gerichtlich feststellen lassen, ob die bauliche Maßnahme als Nachteil zu bewerten ist.

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