Preloader Image

Die Sonderumlage in der WEG: Einnahmequelle bei Extra-Finanzbedarf

Manchmal reicht beispielsweise die Instandhaltungsrücklage nicht aus, um eine notwendige größere Ausgabe für das Gemeinschaftseigentum zu finanzieren. Damit die Gemeinschaft – und mit ihr der Verwalter - wieder flüssig wird, gibt es die WEG-Sonderumlage. Mit ihr können die Miteigentümer außerplanmäßig zur Kasse gebeten werden, um größere Ausgaben zu finanzieren.

Geld fürs Gemeinschaftseigentum – von der Gemeinschaft

Zu den wichtigsten Aufgaben eines Verwalters gehört es, das Gemeinschaftseigentum einer Wohnungseigentümergesellschaft (WEG) in wirtschaftlicher Hinsicht erfolgreich zu betreuen. Zur Finanzierung erhält der Verwalter von allen Eigentümern regelmäßige Hausgeldzahlungen. Für größere Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten sparen sie zusätzlich eine Instandhaltungsrücklage an.

Dennoch kann es aus verschiedenen Gründen finanziell auch einmal knapp werden, z.B. wenn

  • das eingenommene Hausgeld nicht ausreicht, um die laufenden Kosten zu bestreiten, beziehungsweise ein entsprechender Liquiditätsengpass zumindest absehbar ist, oder
  • die angesparten Rücklagen nicht ausreichen, um zum Beispiel eine dringend gebotene, zu beschließende  Instandsetzungsmaßnahme zu finanzieren.

In diesen Fällen kann es erforderlich werden, dass ein Beschluss über die Erhebung einer Sonderumlage für die WEG gefasst werden muss, damit der Verwalter seine Aufgaben ordnungsmäßig erfüllen und ggf. sogar Schaden von der WEG abwenden kann.

Gründe für eine Sonderumlage

Da es sich jedoch regelmäßig um eine unpopuläre Maßnahme handelt, sollte es seitens des Verwalters wohlüberlegt sein, der Eigentümergemeinschaft eine Sonderumlage aufzubürden. Einerseits könnte es ein Indiz für eine unzureichende Planung der Verwaltung sein, andererseits stellt ein derart unvorhergesehener Finanzbedarf für viele Eigentümer eine erhebliche Belastung dar, deren Folgen bis zum Verlust des Wohnungseigentums führen können. 

Grundsätzlich ist die Sonderumlage – neben einer teuren Kreditaufnahme – ein legitimes Mittel, einem dringenden Finanzbedarf nachzukommen. Gründe für die Notwendigkeit einer Sonderumlage können im Einzelnen sein:

  • Unvorhergesehene Instandsetzungsmaßnahmen, zum Bespiel an einem Flachdach, die nur unzureichend oder gar nicht aus der Instandhaltungsrücklage finanziert werden können.
  • Größere Anschaffungen für die WEG, zum Beispiel, wenn ein neuer Hauswart-Traktor gekauft werden muss.
  • Mangelnde Liquidität durch zu knappe Bemessung des Wirtschaftsplans. Das Bemühen vieler Eigentümer, das Hausgeld möglichst niedrig zu kalkulieren, führt bei unvorhergesehenen Kostenentwicklungen unter Umständen zur Zahlungsunfähigkeit.
  • Liquiditätsengpässe durch Hausgeldausfälle
  • Erledigung von Altverbindlichkeiten der WEG, z.B. nach einem möglicherweise verlorenen Gerichtsverfahren

Kontrolle über die Sonderumlage: WEG-Beschluss ist erforderlich

Über eine anstehende Sonderumlage entscheidet die WEG durch Beschluss – regelmäßig auf Grundlage eines Vorschlags der Verwaltung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass unter Umständen nicht alle Eigentümer Ihren Anteil an der Sonderumlage zahlen können, so dass diese gegebenenfalls entsprechend höher zu kalkulieren ist.

In Ausnahmefällen kommt die Sonderumlage in einer WEG auch in Form einer Ausfallrücklage daher – wenn Eigentümer der Gemeinschaft trotz dringenden Finanzierungsbedarfs zum Beispiel ihre laufenden Beiträge an den Rücklagenzuweisungen nicht mehr aufbringen können. Die WEG kann dann entscheiden, ob bei diesbezüglich begründeten Sonderumlagen nur alle bisherigen Zahlungsausfälle des säumigen Miteigentümers abgedeckt werden sollen oder auch zukünftige (zumindest, wenn von einem dauerhaften Zahlungsausfall ausgegangen werden muss). 

Der Beschluss für eine Sonderumlage in einer WEG muss neben der Höhe insgesamt auch den Verteilungsschlüssel und den Fälligkeitstermin beinhalten. Für jeden Wohnungseigentümer muss bei Beschlussfassung – möglichst durch Vorlage einer individuellen Sonderumlagen-Berechnung -  transparent sein, wie hoch sein individueller Anteil an der jeweiligen Sonderumlage ist. Bei einer hohen Sonderumlage, etwa für größere Sanierungen des Gemeinschaftseigentums, kann durchaus auch eine Fälligkeit in Teilbeträgen beschlossen werden.  

Ob beim Beschluss einer Sonderumlage oder einer anderen Verwaltungsentscheidung: Mit myimmo-office können Sie sämtliche Entscheidungen einer WEG schnell und effizient pflegen.

Weitere Artikel

Kontakt

myimmo-office AG
Hermann-Maul-Str. 2
21073 Hamburg
Germany

+49 (0)40 6077315-0 info@myimmooffice.com Facebook Newsletter

Sie möchten sich informieren?

Gern lassen wir Ihnen Informationen oder ein Angebot zukommen.

Rufen Sie uns an

+49 (0) 40 60773150

Wir sind von 6-22 Uhr für Sie erreichbar.

 Schreiben Sie uns

Bitte wählen Sie die korrekte Anrede aus
Bitte geben Sie Ihren Vorname ein.
Bitte geben Sie Ihren Nachnamen ein
Bitte geben Sie die korrekte E-Mail Adresse ein
Sie müssen den Datenschutzbestimmungen zustimmen.
KONTAKT