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Instandhaltungs­rücklage: Der finanzielle Puffer der Eigentümerg­emeinschaft

Nichts kann für Sie als Eigentümer einer Eigentumswohnung ärgerlicher sein, als eine überraschend hohe Nachzahlung – deshalb ist die Instandhaltungsrücklage so immens wichtig! Wenn etwas an den gemeinschaftlichen Bauteilen des Hauses repariert werden muss, betrifft das alle Miteigentümer der Hausgemeinschaft. Sie müssen anfallende Kosten für die Instandhaltung und Instandsetzung des Gemeinschaftseigentums gemeinsam übernehmen. Eine finanzielle Reserve bilden Sie und Ihre Miteigentümer zu diesem Zweck monatlich über die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage –  allgemein „Rücklage“ genannt.

Die Rücklagenzuführung ist Teil des Hausgeldes

Die Instandhaltungsrückstellung, auch Instandhaltungsrücklage genannt, dient der langfristigen Erhaltung einer Wohnungseigentümeranlage. Die Eigentümergemeinschaft soll gemäß § 21 Abs. 5 Nr.4 WEG eine „angemessene Instandhaltungsrücklage“ bilden. Das ist weder gesetzlich verpflichtend noch der Höhe nach definiert. 

Neben den laufenden Betriebs- und Hausverwaltungskosten bildet die Rücklagenzuführung das laufende Hausgeld. 

Wofür die Instandhaltungsrückstellung verwendet wird

Die Instandhaltungsrücklage ist zweckgebunden für ungewisse Aufwendungen am Gemeinschaftseigentum. Was einmal im Topf ist, bleibt dort und wird ausschließlich im Bedarfsfall investiert. Die Instandhaltungsrücklage darf lediglich zur Deckung von Instandhaltungsmaßnahmen wie etwa der Beseitigung von Mängeln infolge von Witterungseinflüssen verwendet werden. Zu den Maßnahmen zählen beispielsweise:

  • Dachsanierung

  • Neuer Anstrich der Fassade oder des Treppenhauses, aber auch

  • Modernisierung der Heizungsanlage

Die Höhe der Instandhaltungsrücklage

Wie hoch die Instandhaltungsrücklage für ein Haus ausfällt, ist nicht festgelegt und hauptsächlich abhängig von Alter, Zustand und Ausstattung des Gebäudes. Die konkrete Höhe bestimmt die Eigentümergemeinschaft. 

Die sogenannte Peterssche Formel ist eine Möglichkeit zur Abschätzung der jährlichen Instandhaltungskosten von neugebauten Wohngebäuden. Hierbei fließt die Annahme in die Berechnung ein, dass über eine kalkulatorische Lebenserwartung von 80 Jahren das 1,5-Fache der Herstellungskosten (Baukosten ohne Grundstückskosten) für Instandhaltungsmaßnahmen aufgewendet werden muss, um das Gemeinschaftseigentum runderneuert zu haben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nur etwa 60 bis 70 Prozent der ehemaligen Baukosten auf Bauteile des Gemeinschaftseigentums entfallen. 

Beispielrechnung: [Baukosten (1.200 Euro pro Quadratmeter) x 1,5 x 0,7] / 80 Jahre = 15,75 Euro pro Quadratmeter. Für eine 60-Quadratmeter-Wohnung beträgt die jährliche Zuführung zur Instandhaltungsrücklage demnach 945 Euro pro Wohnung. 

Mit myimmo-office behalten Sie als Eigenverwalter die Entwicklung Ihrer Instandhaltungsrückstellung im Blick.

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