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Instandhaltungs­rücklage: Ihre Höhe professionell ermitteln

Mit ihrer Zuführung zur Instandhaltungsrücklage zahlen alle in einen Topf ein – damit dieser Sie, als Eigentümer, vor bösen finanziellen Überraschungen schützt: Die Instandhaltungsrücklage ist für die Bezahlung von laufenden Reparaturen genauso wichtig wie für akute Notfälle und umfangreiche Sanierungen. So dient die individuelle monatliche Rücklagenzuführung dem Erhalt des gemeinschaftlichen Eigentums einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Hier erfahren Sie, wie die Höhe der Instandhaltungsrücklage bzw. der jährlich notwendigen Zuführung berechnet wird.

WEG-Instandhaltungsrücklage: Die Höhe wird individuell ermittelt

Ihre gesetzliche Grundlage hat die Instandhaltungsrücklage in § 21 Abs. 5 Ziff. 4 des Wohnungseigentumsgesetzes. Der Gesetzgeber spricht hier von der zu bildenden „angemessenen Instandhaltungsrückstellung“. Die Formulierung ist deshalb so allgemein gehalten, weil aufgrund der Verschiedenartigkeit von Immobilien kein pauschaler Wert möglich ist – er muss für jedes einzelne Objekt individuell berechnet werden. Alte Bauten erfordern in der Regel aufgrund ihres baulichen Zustands die Vorhaltung einer höheren Rücklage als Neubauten.

Die jährliche Zuführung zur Instandhaltungsrücklage wird auf der jährlichen Wohnungseigentümerversammlung verabschiedet und fließt unter Berücksichtigung der geltenden Kostenverteilung in die Kalkulation und die Abrechnung von Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen ein. Die Rücklagenzuführung taucht demzufolge – neben der Abrechnung – im vom Verwalter erstellten Wirtschaftsplan für das kommende Geschäftsjahr auf. myimmo-office hilft bei der Erstellung eines solchen Wirtschaftsplans.

Die Instandhaltungsrücklage berechnen – mit der Petersschen Formel

Zur Ermittlung der jährlichen Instandhaltungskosten einer Immobilie findet vielfach die sogenannte Peterssche Formel Verwendung.

Dabei werden die Herstellungskosten des Objekts mit dem Faktor 1,5 multipliziert und dann durch 80 dividiert. Grundlage ist die Annahme, dass in 80 Jahren der 1,5-fache Wert der Baukosten für die Instandhaltung anfällt, 70 Prozent davon auf das Gemeinschaftseigentum.

Im Beispiel:

3.000 Euro Herstellungskosten pro qm x (Teuerungs-)Faktor 1,5 / 80 Jahre = 56,25 Euro Instandhaltungskosten jährlich pro Quadratmeter.

Von diesem Betrag entfallen etwa 70 Prozent auf das Gemeinschaftseigentum des Objekts. Daraus ergibt sich folgender Betrag:

56,25 Euro Instandhaltungskosten x 70 Prozent Gemeinschaftseigentum / 100 = 39,38 Euro Instandhaltungskosten jährlich pro Quadratmeter.

Bei einer Gesamtwohn- oder Nutzfläche des Objekts von 500 Quadratmetern ergibt sich demnach eine gemeinschaftliche Rücklagenzuführung von insgesamt 19.690,00 Euro p.a. (€ 39,38 x 500 qm).

Bei neueren Immobilien wird empfohlen, sich bei der Rücklagenbildung an den stetig angepassten Pauschalen gemäß § 28 Absatz 2 der zweiten Berechnungsverordnung (2. BV) zu orientieren.

Mit myimmo-office erstellen Sie als Eigenverwalter einen Wirtschaftsplan in kürzester Zeit.

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